"Mission" ein Gedicht zu meiner Zeit auf Lesbos/ Griechenland

Mission 
 
Es war der Tag der Tage, 
ich stellte mir diese eine Frage?
Was passiert wirklich und ist so schwer,
auf Lesbos und im Mittelmeer?
 
Viele Menschen in Funk und Fernsehen, 
kann ich schwimmen aber auch ertrinken sehen.
Mich packt es und es wird schwer, 
doch bei Sea-Watch ist noch ein Platz leer.
 
Im Januar Ist es dann soweit,
ein Flug in eine ungewisse Zeit.
Angekommen auf Lesbos in Griechenland,
und ich sehe sofort den schönen Strand.
 
Die Fahrt in den Norden der Insel,
geprägt von Gefühlen ohne zu winseln.
In Molyvos angekommen klopft auch das Herz,
ich weis nicht ob es irgendwann hier schmerzt.
 
Empfangen von Freunden und Bekannten, 
es war schön wie sich alle hier kannten.
Wind und Kälte sind unsere Begleiter auf See,
doch mit entsprechender Ausrüstung Tat es nicht so weh.
 
Wir fahren täglich raus aufs Meer, 
kein Boot geht unter hoffen wir so sehr. 
Doch alles was wir hier sehen
nimmt mich mit und es ist nicht zu verstehen.
 
Menschen trauen sich sehr viel zu,
mit Schlauchbooten fahren Sie auf uns zu.
Mütter, Väter, Kinder können jeden Moment untergehen,
warum kann oder will das nicht jeder verstehen?
 
Wir retten hier leben,
wir versuchen alles zu geben.
Eine Frau und Kind nah bei uns mit nassen Sachen,
verlieren ihr Leben und wir konnten nichts machen.
 
Dieser Tag lässt mich nicht mehr los,
gegenseitig brauchten nun Wir den Trost.
Viele weitere Menschen das sind die Tendenzen,
kommen weiter über diese gefährlichen Grenzen. 
 
Wann ist Schluss mit dem unnötigen Sterben,
liegt die Welt wirklich so in Scherben?
Die Zeit war lang und auch kein Vergnügen, 
würde ich sie vergessen würde ich lügen.

©LW2016
 
Ankommende Flüchtlinge auf Lesbos
 
Meine Crew auf Lesbos
 
 
Schlauchboot in Seenot im Mittelmeer